Monatsarchiv: Juli 2010

When it rains, it pours

Nachdem die letzten paar Tage wohl wie überall in Europa einfach nur heiß und purer Sommer waren, gibt es seit heute dann endlich wieder ein bisschen Abkühlung. Was natürlich heißen soll, dass es regnet. Ganz typische für britische Verhältnisse sollte man meinen. Und dabei ist es ja auch mal wieder ganz angenehm. Und noch dazu arbeitsfördernd.

Es ist zwar nicht besonders schön, aber ich wünsche mir irgendwie, dass es die nächste Woche noch so bleibt. Meine Motivation tatsächlich was zu schaffen und meine MA-Arbeit zu schreiben hat ganz neue Höhen erreicht. Kein Sonnenschein, der einen durch die Fenster nach draußen lockt. Und keine Scharren von Touristen, die die Sonnenstrahlen ausnutzen um jede Ecke zu einem Straßencafé zu erklären und dabei lärmen wie Kinder mit Zuckerschock in der Achterbahn.

Hach, herrlicher Regen. Ein Motivationsmacher und Langeweiletöter. Hätte nie gedacht, dass ich so etwas einmal schreiben werde, aber so ändert sich halt alles. Trotzdem werde ich mich natürlich auch wieder freuen, wenn die Sonne wieder kommt. Zur Not gibt es ja immer noch die Nacht zum schreiben. Wie hat noch jemand schlaues gesagt. Der Tag hat 24 Stunden und dann kommt noch die Nacht dazu.

Wie? Ohne Vampire?

Wunder, über Wunder, es gibt tatsächlich noch Jugendbücher die ohne Vampire, Werewölfe oder Halbtote auskommen und dabei sogar noch gut sind. Dabei möchte ich nicht behaupten, dass jedes Buch mit ein paar Vampiren gleich ein Klassiker der Weltliteratur ist, dem ist ja dann doch nicht so.

Egal, ich dachte mir, wenn ich schon in den nächsten Monaten einen Lebensunterhalt mit Büchern verdienen möchte, dann sollte ich wohl auch mal ein bisschen Werbung machen. Hier also vier Lesetipps für einen spannenden Sommer.

Die ersten drei Titel sind dann auch gleich eine Serie, wobei der dritte Teil erst Ende August erscheint. Die Serie heißt Hunger Games oder Die Tribute von Panem auf deutsch und wurden von Suzanne Collins geschrieben.

Eine kurze Zusammenfassung vom ersten Teil: In einem Nordamerika der fernen Zukunft regiert das Kapitol mit eiserner Hand. Die meisten Menschen in den unterjochten zwölf Distrikten kämpfen tagtäglich ums Überleben. So auch die sechzehnjährige Katniss. Sie sorgt dafür, dass ihre kleine Schwester Prim und ihre Mutter nicht verhungern, indem sie unerlaubterweise hinter dem Zaun des Distrikts auf die Jagd geht. Doch der Hunger ist nicht die größte Bedrohung: Jedes Jahr werden die „Hungerspiele” ausgetragen, eine Art Gladiatorenkampf. Aus jedem Distrikt werden dafür ein Mädchen und ein Junge zwischen zwölf und sechzehn Jahren ausgelost. Und dieses Jahr trifft es Prim. Doch Katniss geht für ihre Schwester in den grausamen Kampf, der so lange dauert, bis nur noch einer von den vierundzwanzig „Spielern” am Leben ist. Das ist furchtbar genug, doch zu allem Überfluss ist einer von Katniss’ Gegnern ausgerechnet Peeta, der ihr schon einmal das Leben gerettet hat.

Der erste Teil war super spannend und innerhalb von zwei Tagen gelesen, der zweite Band startet gut, wird dann etwas langsamer, bevor es am Ende wieder richtig gut wird und ich nun ungeduldig auf den dritten und letzten Teil warte.

Die zweite Empfehlung ist I am Number Four von Pittacus Lore. Soweit ich weiß erscheint die UK Edition Ende August, der Film zum Buch wird bereits gedreht und kommt wohl Anfang 2011 in die Kinos.

Hier eine kurze (englische) Beschreibung: In the beginning we were nine. We left when we were very young, almost too young to remember. Almost. And now …Three are gone. We are here to keep our race alive, which was almost entirely obliterated. We’re just trying to survive. Six are left. But we are hunted, and the hunters won’t stop until they’ve killed us all. They caught Number One in Malaysia. Number Two in England. And Number Three in Kenya. I am Number Four. I know that I am next.

Bei meinem letzten Praktikum hab ich einen Vorabdruck bekommen, der von Lob und Begeisterung begleitet war. Eigentlich war ich erstmal nicht so begeistert nach der Zusammenfassung, aber nach den ersten paar Seiten, ist das ganz schnell umgeschwankt. Die Geschichte ist einfach toll erzählt, und obwohl es wohl unter Science-Fiction fällt und das eher nicht so mein Genre ist, hats mich echt begeistert. Bin gespannt auf den Film, auch wenn der dem Buch sicher nicht ganz gerecht wird.