waiting for my ya ya…

huch…

Januar 20, 2008 · 2 Kommentare

…da ist der Januar ja schon fast wieder rum und ich hab ja schon länger nichts mehr geschrieben. Wahnsinn wie die Zeit vergeht.

Wie vielleicht schon mitbekommen, bin ich wieder gut in Dundee angekommen. Am 14. ging auch mein zweites Semester hier los. Diesmal werd ich sogar etwas mehr gefordert als im letzten Semester, soll heißen aus meinen 6 Wochenstunden wurden sage und schreiben 13. Ich weiß gar nicht wie ich die Belastung aushalten soll.

So, gibt’s noch was zu erzählen? Ach so. Ich war ja vor meinem Semesterbeginn noch ein bissel im Feindesland (England) unterwegs. War ein super Trip, wenn auch zeitweise etwas arg kalt. Ich wollte eigentlich gerne nach Stonehenge wurde dann aber doch umgestimmt, weil ein nasser Winter wohl nicht unbedingt die beste Reisezeit ist (danke papa).

Also hab ich mir Oxbridge (Oxford & Cambridge) und Stratford-upon-Avon angeguckt. War auch echt schön. Oxford war ganz toll, war auch der einzige Tag wo mal Sonne da war. Wenn man mal meine doch etwas seltsame Faszination mit Buchläden und Bibliotheken aussen vor lässt, bietet die Stadt auch für nicht Fanatiker einiges zu gucken. Ganz viele kleine Gassen und natürliche gefühlte 400 colleges (es sind dann doch nur 39). Ich hab mich dann auch einer walking tour angeschlossen (ich weiß sehr touristisch) und hab dort einiges über Stadt und Uni erfahren. Gefühlt und in echt wird dort 24 Wochen im Jahr studiert, der Rest besteht aus Ferien (da wundert man sich warum die Uni so nen guten Ruf hat). Und anscheinend gab (oder gibt) es auch eine Art Rivalität zwischen den Studenten (gowns) und den Städtern (towns). Das ging wohl früher (anno 1300) mal soweit, das Studenten Städter ermordeten, und die Mörder daraufhin nach Cambridge flüchteten (der Ort wird in Ox. liebevoll „the other place“ genannt).

Natürlich wird die Geschichte etwas anders in Cambridge erzählt, dort sind es Studenten die verfolgt wurden und Zuflucht in Cam. gesucht haben. Aber wer weiß das schon so genau. Ich muss gestehen ich bezweifel die Echtheit an beiden Geschichten. Aber ich glaub, dass darf ich nicht so laut sagen…

Für Cambridge gilt eigentlich das gleiche wie für Oxford, allerdings muss ich gestehen, dass mir Ox. besser gefällt. Hat mehr Charme und vielleicht kann ich mit dem geistewissenschaftlichem Hauch der Stadt auch mehr anfangen. Ich kann immerhin behaupten ich stand in dem Pub (The Eagle and Child) in dem Tolkien und Lewis die „Inklings“ gegründet haben. Ich weiß das interessiert niemanden, aber das ist mein Blog ;)

Cambridge hat da einen eher naturwissenschaftlichen Hauch. Anscheinend kann man öfter mal Stephen Hawking in seinem Rollstuhl durch die Stadt cruisen sehen und dann gibt’s natürlich noch diverse Plaketen mit Infos was in welchem „Hinterhof“ entdeckt wurde. Watson und Krick haben anscheinend im Eagle (ein Pub mit ganz lecker steak-pie) ihr DNA-Modell vorgestellt und dann gibt es ja noch den Apfelbaum. Wie konnte ich den vergessen. Es ist zwar nicht mehr der Original-Apfelbaum aber es ist immerhin ein Ableger des Apfelbaums unter dem Isaac Newton saß und die Schwerkraft entdeckte. Ich lass das einfach mal so stehen, da kann sich jeder sein eigenes Urteil drüber bilden.

So, wo war ich noch. Ah. Stratford-upon-Avon. Blumenstadt Britanniens. Na gut, hat man jetzt nicht so viel von gesehen, aber man kann sich das halt vorstellen. Aber wofür Stratford ja noch viel bekannter ist, ist ein gewisser Dichter, dessen Namen der eine oder andere vielleicht schon mal gehört hat. Ich mein natürlich den Shakespeare. Außer den fünf „wichtigen“ Häusern, hat die Stadt (und ich benutzte dieses Wort mal gaz locker) nicht wirklich viel zu bieten. Anzugucken gibt’s natürlich das Geburtshaus, Wohnhaus, Anne Hathaway’s cottages (seine Frau), dem sein Schwager’s Haus und noch eins, dass mir grad nicht einfällt. Oh und dann gibt’s natürlich noch die Trinity Chruch, wo dem Shakespeare sein Grab ist. Hab natürlich brav alles abgeklappert, wo man zu der Jahreszeit rein konnte. Und so ziemlich überall wurde mir gesagt, wie schön doch der Garten ist. Immer gefolgt von der Bemerkung: „Natürlich sieht man das jetzt nicht, dass müssen Sie sich vorstellen.“ Ja, nee, is klar.

Das war dann eigentlich auch schon mein kleiner Ausflug in England. Ein paar Bilder hab ich natürlich auch. Gibt’s hier


Und jetzt bin ich wieder im kalten Schottland und bereite mich auf mein neues Semester vor. Offiziel hats ja schon angefangen, aber die erste Woche ist ja immer nur Einführung. Meine Kurse sind ganz in Ordnung, machen mir hoffentlich auch Spaß. Das eine ist ein Filmkurs (Film & Art), der mir wahrscheinlich für mein späteres Leben nichts bringt, aber super spannend ist.

Gibt es sonst noch Neuigkeiten aus der Ferne? Uh ja. Am Mittwoch ist Burns’ Night (Erklärung folgt), ein ganz traditioneller schottischer Abend. Und aus dem Anlass gibt es jetzt beim Lidl Kilts. Sehen echt super aus, haben ein bisschen was vom Geschirrhandtuch, aber was erwartet man von einer deutschen Kette ;)

So, ich hab mich heut ja mal selbst übertoffen, Textlängen-mässig. Werd dann an dieser Stelle auch aufhören und den Rest meines Sonntages genießen. Wer weiß wann ich wieder einen freien Tag hab, bei den ganzen Kursen ;)

Kategorien: Dundee · Unterwegs

2 Antworten bis hierher ↓

  • Kathrin // Januar 20, 2008 um 10:04 | Antworten

    Hahahahaha!
    Der Artikel war ja mal sowas von lustig… „dem Shakespeare sein Grab“ *lol*
    13 SWS, du weiß nicht, wie du das aushalten sollst *rofl*

    Oh Man. Du fehlst hier, Kimschder :)

    Grüße

  • eva // Januar 20, 2008 um 10:04 | Antworten

    Endlich ein neuer Eintrag!!!!
    Hab ja ein super tolles Schottland-Buch („Gebrauchsanweisung für Schottland“) zu Weihnachten geschenkt gekriegt und da steht was über Burrrns, bin mal gespannt was du erzählst und das Buch muss ich dir unbedingt mal leihen!

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