Nach einigen simplen Gedankengängen hab ich beschlossen mein Blog weiterzuführen und zu gucken wo mich das Ganze hinführt.

Der heutige Beitrag beschäftigt sich mit dem Film “Wanted” (eventuell unschwer am Titel zu erkennen). Ich sach mal so, Soundtrack - hammer, Stunts und Effekte - Hammer, schauspielerische Leistungen - (im Rahmen der Handlung) hammer, Handlung - praktisch nicht-existent.

Der Stern fasst die Handlung ganz schön zusammen. Das Spektakel ist so simpel und krawallfixiert, dass die Schauspieler bloß nonstop von A nach B rennen, und von C aus auf D schießen, oder im Falle Jolie, scharf aussehen müssen. Aber dieser Plot wird zur Perfektion in diesem Gemetzel getrieben. Und eigentlich war es auch ganz unterhaltsam. Allerdings hätte ich auf einige Sterbeszenen in Nahaufnahme auch gut verzichten können oder zumindest hät ich das Blut das in die Kamera spritzt nicht vermisst.

Aber egal. Im Abschluss kann man sagen “Wanted” ist ein ziemlich gelungener Actionfilm, da mehr reinzusehen, wär glaub ich zuviel des Guten. Auf jeden Fall sehenswert, dank super Stunts und sehr viel Action. Und am Ende ist die Besetzung auch sehr cool.

So, mal wieder ein neuer Eintrag. Bei Gelegenheit (und wiederfinden meines Kamerakabels) stell ich hier mal ein paar Bilder zur Lütten Sail 2008 ein, das kulturelle Highlight des nordwestlichen Norddeutschlands. Also seit gespannt ;)

…hier ist er also, mein lang angekündigter und oft verdrängter Post zu meinem kurzen Irlandurlaub, der mittlerweile auch schon wieder etwas länger her ist. Aber ich erinnere mich noch als wär es gestern gewesen…(an dieser Stelle bitte gedanklich so ein verwelltes Bild einfügen, wie in schlechten Filmen, danke)

Es war der 3. Juni und morgens ganz früh (oder nachts) ging es mit dem Zug nach Glasgow zum Flughafen. Natürlich hatte ryanair Verspätung aber das ist ja normal. Nach gefühlten zwanzig Minuten Flug (einmal hoch, dann wieder runter…aber mit vollem Saft-schubs-Programm) landete ich dann in Dublin. Meine beiden Miturlauberinnen sollte ich dann am Flughafen treffen, die beiden kamen aus Leeds geflogen. Nach drei Stunden waren wir dann komplett. Ich kenn mich jetzt sehr gut am Dubliner Flughafen aus ;)

Dann kam auch gleich das erste Abenteuer, unser Mietwagen…mit Steuer auf rechts, also mit Linksrumfahrn. Ich denk ihr seht, wohin das führt. Ganz mutig sind wir dann los, unser Ziel lautete Kilkenny (weckt Erinnerungen ans Shamrock :) ) Die Streck ist vom Flughafen gar nicht so weit. Dazu sollte man vielleicht sagen, dass so ziemlich jeder zweite Ort in dem Gebiet mit ‘Kil’ anfängt und dann sämtliche Buchstaben des Alphabets verwurschtelt und eine erfolgreiche Richtungsangabe an der unterschiedlichen Aussprache der Mitreisenden scheitert. 

Über einige Umwege sind wir dann doch noch in Kilkenny angekommen. Und haben sogar den campingplatz gefunden (hab ich gesagt, dass wir gezeltet haben? Wir haben gezeltet) Naja, also Zelt aufgebaut. Drei Personen für ein zwei Personen Zelt. Als Geisteswissenschaftler kann man denken, dass könnte passen. Jeder prakisch veranlagte Mensch, hätte ohne groß zu zucken gesagt, dass das nicht passt. Haben wir dann auch gemerkt und uns noch ein Zelt beschafft. 

Hab ich erwähnt, dass es nicht so brülle heiß war? Nein? Dann muss ichs nochmal kurz anschneiden. Es war hammer kalt nachts. Ich dachte mir friert alles ab und/oder ein.

Aber trotzdem haben wir die Nacht überlebt und wurde am Morgen von einem wunderschönen Regen geweckt. Eigentlich wollten wir uns noch schön die Stadt angucken, was aufgrund des furchtbaren Regens aber ins Wasser gefallen ist (no pun intended). Hab deshalb leider keine Bilder von Kilkenny, weil wir am Abend vorher auch nur kurz was essen waren. 

Unser nächstes Ziel war Cork. Kennt man vielleicht. Und wider Erwarten war es sonnig. Sehr schön warm sogar. Also haben wir da fleißig den Touristen raushängen lassen und sind erstmal durch die “Rotlichtstraße” ins Zentrum gelaufen. Hat mir als Stadt ganz gut gefallen, war allerdings etwas chaotisch verkehrstechnisch. 

Geschlafen haben wir dann in dem wunderbaren verschlafenen Ort Blarney, mit einem Pub, wo man auch jeden Einwohner trifft. In Blarney ist dann auch das Blarney Castle, mit seinem Stone of Eloquence. Natürlich sind wir auch da rein. Die Legende besagt (hier bitte stimmungsvolle Musik denken) dass wer den Stein küsst, in jeder Situation redegewandt ist. Was allerdings nicht so an die große Glocke gehangen wird, ist das der Stein auf dem Burgturm ist und man sich über einen etwa 35 m Abgrund hängen muss, um an den blöden Stein zu kommen. 

Aber dafür gitb es ja geschäftstüchtige Iren, die einen festhalten und auch gleich ein Bild machen und das für 10€ verkaufen. Natürlich musst ich das auch ausprobieren. Vor lauter Aufregung hät ich fast meine Brille aufgelassen, die wär garantiert in den Burggraben gefallen und ich hät den Rest der Reise nur noch erahnen können. Na auf jeden Fall hab ich den Stein geküsst und kann nicht behaupten, dass sich irgendwas verändert hat. Und ein bissel eklig wars auch schon, wer weiß wer da schon alles gegengeküsst hat. Mag man gar nicht dran denken… 

Als nächstes ging es zum Ring of Kerry. Eine Rundstraße auf der Kerry Habinsel. Einfach wunderschön, mit verschiedensten Vegetationen. Und auf halber Strecke steht man am Atlantik und wenn man ganz doll die Augen zukneift kann man Amerika sehn.

Über ein paar andere kleine Dörfer und den Burren Nationalpark ging es dann nach Galway. Die Stadt hat mir von allen am besten gefallen. Sehr quirrlig und lebendig und mit vielen tollen pubs. Bevor wir in Galway ankamen, mussten wir allerdings noch an den Cliffs of Moher stoppen. Sehr imposant, diese Klippen, haben ein bisschen was von Helgoland. Und natürlich zeigen sich auch hier wieder die geschäftüchtigen Iren. In den Fels waren gleich mehrere gift shops gehauen und natürlich auch das obligatorische visitor centre. 

Nach Galway, wo es auch lekker Guiness gab, machten wir uns auf nach Belfast. Was im Nachhinein, eine nicht so tolle Idee war, weil die Strecke einfach zu weit war und es noch so viel im Südwesten zu gucken gab. Aber egal, also Belfast. Bis vor ein paar Jahren noch genauso sicher wie Bagdad. Aber seit 2004 ist “Frieden”. Der 5 Meter hohe Zaun, der mitten durch die Gärten von Katholiken und Protestanten geht, scheint da aber eine andere Geschichte zu erzählen. 

Belfast war auf jeden Fall interessant, schon allein wegen der noch jungen turbulenten Geschichte. Um Regierungsgebäude stehen noch immer die Autobombenschutzzäune und dann gibt es auch noch die ‘political murals’, die an die Helden der jeweiligen Seite erinnern. Auf der katholischen Straße ist dann auch eine Gedenkstätte für getöte IRA Aktivisten, während auf der Parallelstraße (protestantisch) an deren Opfer erinnert wird. Alles in allem war es eine recht surreale Erfahrung, aber auf jeden Fall spannend und sehenswerte.

Von Belfast ging es auch schon wieder Richtung Dublin und ans Ende unserer Tour. Einen Zwischnestopp haben wir noch an Brú na Bóinne gemacht, dem Tal der Könige in Irland. Brú na Bóinne sind drei große und mehrere kleine Steinzeitliche Grabstätten. Die prominenteste ist Newgrange und auch die beeindruckenste. Wenn man bedenkt wie alt das Ganze schon ist und wie genial gebaut, dann ist das schon irre. 

Und nebenbei war die Besichtigung auch noch spotbillig. 4.50€ für eine drei Stunden Tour zu allen Anlagen, das ist schon fast geschenkt im Vergleich zu anderen Sachen. Nach den Gräbern ging es in die pulsierende Stadt Dublin, das Herz Irlands. Wir verabschiedeten uns schweren Herzens von unserem treuen Gefährt und machten uns dann auf so schnell wie möglich so viel wie möglich zu sehen, da es am nächsten tag ja schon wieder auf die andere Insel ging. 

Mein Flieger ging erst später wieder zurück, hatte also noch etwas mehr Zeit. Natürlich hab ich die dann auch sinnvoll genutzt und bin ins Guiness Storehouse gegangen. Praktisch das Guiness Museum. Dort verfolgt man über mehrere Etagen wie Guiness gebraut wird und was alles dahintersteckt. War super interessant und das lag nicht nur am komplementären Pint am Ende der Tour. Wobei ich sagen muss, es war noch vor 12h und ein Pint sind 568 ml. Und dann hat Guiness ja auch noch ne bissel Alkohol.

Naja, ich bin dann wieder Richtung Hostel getorkelt um mein Gepäck zu holen. Bin aber davon überzeugt, dass es keine Neuigkeit ist, Leute aus dem Storehouse schwanken zu sehen…jedenfalls hab ich mir das eingeredet.

Damit war mein Urlaub auch schon vorbei und es ging wieder zurück nach Edinburgh, diesmal ohne Verspätung.

Und wer es bis hier unten geschafft hat, der darf bei Interesse auch noch Bilder gucken.

There you go—>®<—There you go

und Hallo! Oder: Willkommen zurück in Deutschland.

Seit einer Woche bin ich nun wieder in heimatlichen Norddeutschen Gefilden. Meine letzte Woche Schottland hab ich noch mit diversen Erkundungen des Landes verbracht (mein Papa war da) und natürlich musste auch noch ein Abschiedsbesuch nach Edinburgh sein, wo grad Filmfest war, ich das aber erst nachher rausbekommen hab…*grummel*

Ansonsten war der Abschied relativ leicht. Was vielleicht auch damit zusammenhängt das ich das Ganze noch nicht so realisiert hab, als ich in den Zug zum Flughafen gestiegen bin. Aber erstmal in Deutschland angekommen, war der Willkommensgruß gleich doppelt groß. All die Fahnen für mich. Das kann einem schon zu Kopf steigen  ;) 

Dies soll auch nur ein kurzer Eintrag sein/werden. Irgendwie fehlt mir zur Zeit die Motivation etwas zu schreiben. Ich möchte dem Wetter die Schuld geben. Bei so viel Sonne und Wärme kann mein verkühlter Geist und Körper nicht mehr richtig arbeiten. In diesem Sinne wünsch ich noch einen schönen Tag und ich werd jetzt noch die letzten Abendsonnenstrahlen genießen :)

P.S. Bei Gelegenheit folgen Irland Bilder und ein Eintrag

Um es mit den Worten diverser Filmplakate zu sagen. Die Rede ist natürlich von Sex and the City: The Movie. Dies soll auch nur ein kurzer Nachtrag zum vorherigen Post sein.

Bin grad von filmbegleitenden Cocktails zurückgekommen (nein, es war kein Cosmopolitan) und muss dann auch gleich mal meine 2 cent dazugeben.

Ich war angenehm überrascht. Der Film ist quasi eine superlange Folge SatC, aber wirkt auf der Leinwand überraschend gut. Drama und Komik geben sich immer wieder die Klinke in die Hand und von den Kleidern und Schuhen brauch ich gar nicht reden. Im Gegensatz zum TV-Format wirkt der Film erwachsener, was auch am Alter der Figuren hängt.

Fazit: Ein sehenswerter Film mit einem unglamourösem Hochzeitskleid und einem ‘Schrank’, der größer als mein Zimmer ist. Jennifer Hudson in einer Nebenrolle als Sweet Louis aus St. Louis (was für ein Wortspiel). Und einem Mr Big der etwas ‘bigger’ geworden, was natürlich nix an seinem Charme ändert.

Also es gibt noch Hoffnung für den Kinosommer.

…wie vielleicht ansatzweise am Titel ersichtlich hab ich den heutigen Tag (31.05) am Meer verbracht. Dabei hab ich mir natürlich auch einen fiesen Sonnenbrand geholt. Kein Tag am Strand wäre ohne komplett ;)

Das Wetter war super, sonnig und leicht windig, also so mal gar nicht typisch schottisch. Das Wasser war dafür a****kalt (muss man auf diesen privaten Seiten korrekt sein?!?) Egal, Wasser ist Wasser und da muss drin gebadet werden. Nach ca. 5 min hab ich dann auch ab Oberschenkel abwärts nix mehr gespürt, aber es war sehr erfrischend.

Jetzt sitz ich leicht rot in meinem Kabuff und versuch mich hinzusetzen ohne das meine Schulter spannt. Ich möchte sagen, der Abend ist gerettet ;)

Morgen geht es dann ausnahmsweise mal ins Kino. Sex and the City: The Movie. Mal gucken wie das wird. Nachdem ich von Indy 4 ansatzweise enttäuscht war, hoffe ich das SatC den Kinosommer etwas hochzieht. Aber es ist ja auch noch Zeit.

Am Dienstag geht es dann von einer Insel auf die nächste. Sozusagen Insel-hopping. Ich wage mich über den großen Teich, in diesem Fall die irische See und bin dann für eine Woche in Nord- und Irland unterwegs. Diesmal mit Auto. Also fahren auf der linken Seite. Also falsch rum. Also andersrum. Also ganz verkehrt. Falls dies mein letzter Eintrag gewesen sein sollte, möchte ich mich für die Aufmerksamkeit bedanken und wünsche alles Gute.

Ansonsten gibts sobald ich wieder schottischen Boden unter mir habe, einen kleinen Bericht, eventuell mit Photos (weiß ja jetzt wie das geht :) )

Mein Aufenthalt im Schottenland neigt sich langsam dem Ende, die letzten Wochen liegen vor mir und da wird es wohl Zeit ein bisschen zurück zuschauen. Und da ich ja nicht allzu viele Bilder gepostet hab (überwiegend aus Mangel an technischem Wissen…aber psst), sind hier mal ein paar Bildchen. 

Caledonia

Die Bilder sind eigentlich alle auf meiner 3-tägigen Isle of Skye Tour entstanden. Eine sehr gute Gelegenheit noch mal alle Facetten Schottlands zu sehen. Gestartet ist die Tour in Edinburgh, von da gings dann durch die Grampian Mountains über Culloden, Inverness und Loch Ness zur Isle of Skye (auch Schottland in klein genannt). Der zweite Tag bestand aus einer Erkundung der Insel. Ist wirklich sehr schön. 

Skye gehört zu den Inneren Hebriden. Von dortaus hat man einen wunderschönen Ausblick auf die äußeren Hebriden und an ganz guten Tagen auf Kanada ;) Auf Skye ist dann auch noch der Fairy Glen, also das Feenreich, außer Schafen hab ich aber nichts übernatürliches gesehen. Vielleicht fehlt mir einfach das dritte Auge oder mein Chi ist verrutscht. 

Am 3. Tag gings dann auch schon wieder auf den Rückweg. Diesmal über Glen Coe (wohl das meist gefilmte Tal Schottlands (siehe Rob Roy, Braveheart, Harry Potter etc.)) und Fort William langsam nach Edinbrugh. In Sterling gabs noch nen Zwischenstopp am William Wallace Monument, neben Robert Burns Nationalheld. Und dann waren wir auch schon wieder in Edinburgh, der schönsten Stadt im Land. 

Das solls auch erstmal wieder gewesen sein. Eigentlich sollte ich schlafen, aber mag nicht so recht. Morgen (oder besser heute) gehts wieder nach Edinburgh zu nem Graduate Fair (aka. was-mach-ich-wenn-ich-mal-groß-bin Messe), mal gucken wie das wird. 

Ich wünsch noch eine erfolgreiche Woche und so weiter :)

Ich hatte ja vor einiger Zeit mal versprochen ein paar Bilder von meinem London-Aufenthalt ins Netz zu stellen. Und nun hab ich endlich mal die Muse dazu gefunden.

So, without further ado, here are the results…(äh nee das ist was anderes)

Egal, hier sind ein paar Bilder:

Stoneheng und Salisbury

London

Canterbury

 

Und hier noch ein Video für Eva (und alle die noch auf Fratellis stehen)

Oder: ein Wochenende in Ldn-town.

Wie vielleicht durch vorherige posts bekannt geworden, bin ich immernoch in der britischen Hauptstadt. Samstag geht es wieder zurueck nach Schottland. Freu mich schon ein bisschen wieder drauf, auch wenns mir hier in London super gefaellt.

 

Praktikum ist immernoch interessant. Ich durfte meinen ersten press release schreiben, das Buch heisst Vishnu’s Crowded Temple (alle los und lesen J ) und kommt demnaechst als Taschenbuch raus. Heute hatte ich dann eine ueberaus langatmige und nicht ganz freundliche Auseinandersetzung mit der glue machine (ein Geraet das Papier zum kleben bringt – auf wundersamste weise). Aber nach einigem Fluchen und gutem Zureden hats dann auch irgendwann geklappt J

 

Und nun noch kurz  was zu meinem Wochenende. Das fing schon mal ganz stimmig an mit einem Fratellis Konzert in der Royal Albert Hall. Statt den guenstigen Stehplaetzen unter der Decke wurden wir glatt in die Sitzplaetze neben der Buehne upgegraded, was schonmal ziemlich cool war. Sicht war super, Akkustik genial und ueberhaupt alles toll.  (An alle die es interessiert (hallo eva) die neuen Sachen klingen sehr vielversprechend)

 

Am Samstag standen dann Flohmaekte auf dem Programm, unter anderem der Portobello Road Market, den ich irgendwie grosser in Erinnerung hatte und dann natuerlich der Camden Market. Beides war wechselhaft von Sonne und Regen begleitet. Und natuerlich hab ich nirgends was gefunden – wie haette es auch anders sein sollen.

 

Fuer den Samstag Abend war dann noch kurzfristig ein Musicla geplant, weils guenstig Karten gab. Also wer mal nach London kommt: Am besten die ticket booths am Leicetser Square abklappern, guenstig Karten gibts immer, dauert nur manchmal etwas.

 

Das Musical hiess Wicked, eine lose Vorgeschichte zum Wizard of Oz. Erzaehlt wird die Jugend der Wicked Witch of the West (deren Namen ich vergessen hab) und der guten Hexe Glenda. Und eigentlich waren die beiden beste Freundinnen bis der skrupellose Wizard of Oz sich eingemischt hat. Der erste Akt war etwas langatmig und Glenda teilweise irritierend, aber dann nach der Pause ging alles recht flott und das Stueck war dann doch recht sehenswert.

 

Sonntag stand im Zeichen des Herrn – oder sowas in die Richtung. Eigentlich war Marathon, aber ich bin dem Ganzen aufs Land entflohen. Um genau zu sein, hat mein Zugticket mich nach Canterbury befoerdert. Irgendwann mal Pilgerstaette vom reichen und verarmten Landadel, mittlerweile erste Haltestelle franzoesicher Klassenfahrten.

 

Wirklich viel gibt es nicht zu gucken. Auf jeden Fall die Kathedrale, wo Thomas Beckett vor dem Altar ermordet wurde. Und dann noch die Canterbury Tales, ein interaktives Museum, das fuenf Geschichten aus Chaucer’s Canterbury Tales erzaehlt. Fuer alle Literatur-Muffel, das ist so mit der Urschleim anglistischer Literatur.

 

Damit war das Wochende auch schon vorbei. Am Montag fing meine zweite und letzte Woche an, die mittlerweile auch schon halb vorbei ist. Wie die Zeit immer verfliegt. Ich hoffe mal das Bilder folgen, sobald ich wieder in Dundee bin.

Um es mit den Worten der franzoesischen Torwache aus Spamalot zu sagen. Ein Musical frei nach Monty Python’s Ritter der Kokusnuss. Am Dienstag Abend hatte ich das Vergnuegen mir das Spektakel anzugucken. Und ich war (und bin es immernoch) schwer begeistert.

Ein sehr unterhalsames Stueck, ziemlich wortwitzig und eine super cast, bis auf einen etwas steifen King Arthur, aber der Rest macht das wett.

Worum geht es in Spamalot? Natuerlich um die Suche nach dem Heiligen Gral, aber eigentlich steht der quest nur im Hintergrund fuer einen sarkastischen Blick in die Theater- und speziell Musicalindustrie des West Ends.

Am Ende ist natuerlich auch das gefaehrliche Killer-Kanninchen, dass den Gral bewacht. Und auch der schwarze Ritter, der sich nicht geschlagen gibt, tritt auf. Also alles ziemlich filmtreu.

Fazit: Ein sehenswertes Stueck, dass man auch ohne Monty Python zu kennen, gut gucken kann.

Kurze Entwarnung: die ersten Tage in der Grossstadt hab ich gut ueberstanden.

 

Nachdem ich mich am Freitag erstmal zurechten finden musste und dann noch ein bissel aklimatisieren, hab ich mich dann am Samstag auf sightseeing tour gemacht. Da ich ja nun schon ein-zweimal oder oefter in London war, wollte ich mal ein paar andere Gegenden erkunden.

 

Angefangen hab ich also mit Greenwich (eventuell bekannt als nullter Laengengrad und so weiter). Da liegt die Cutty Sark, ein nettes altes Segelschiff. Zur Zeit wirds renoviert und restauriert und macht erst wieder im Sommer 2009 auf…eventuell ein Grund wieder zu kommen ;)

 

Aber Greenwich bietet sonst auch noch ein paar Highlight, zum einen das Rozal Observatory (wo dieser Laengengrad durchlauft) und dann noch ein paar nette kleine Laeden. Alles in allem ein schooner Stadtteil, der mehr als kleine Stadt wirkt.

 

Naechster Halt, war Tate Britain. Nachdem ich beim letzten Besuch klaeglich gescheitert bin, da nicht gefunden und falsche U-Bahn genommen und so weiter (war ein Schbass). Um ehrlich zu sein war ich etwas enttaeuscht. Meine Erwartungshaltung war aber auch ziemlich hoch. Ich glaub da haette nix mithalten koennen. Also lag ein kurzer Abstecher zur Oxford Street nahe, von wegen Frustshoppen oder eher Frustgucken. Da haben die Laeden fuer britische Verhaeltnisse mal uebertrieben lange auf. Und zwar bis neun Uhr. Abends. Krasse Sache.

 

Egal, Sonntag war auch wieder mit einer neuen Erfahrung verbunden. Schnee. Im April. In London. Dazu muss ich vielleicht sagen, dass am Freitag knapp 19 grad waren. Sehr schockierend. Abe rich hab mich auf den Weg nach Waterloo gemacht (inclusive Ohrwurm), um dann in den Zug nach Salisbury zu steigen. Der natuerlich nicht fuhr. War ja klar. Etwas spaeter fuhr dann doch noch was, aber mit umsteigen in irgendeinem obskuren Ort (den Namen moecht ich gar nicht wiederholen).

 

Irgendwann bin ich dann doch angekommen, zum Glueck war kein Schnee mehr da. Aber nun zur Frage: Was will die komische Frau in Salisbury? Hauptgrund fuer meine Reise war, dass ich mir seit Ewigkeiten mal Stonehenge angucken wollte. Habs nun hinter mir und kann sagen: Been there, done that. War auch ganz interessant und schoen, nur arschkalt.

 

Und nun zum eigentlichen Grund warum ich in London bin. Am Montag hat nun endlich mein placement angefangen. Und wider Erwarten, muss ich kein Kaffee kochen oder kopieren. Dafuer darf ich Buecher eintuetten, Briefe schreiben, showcards gestalten und ab und an (oder jede Stunde) zum post room laufen und Kuriersachen abgeben. Bislang machts recht viel Spass, ist auch ne sehr nette Atmosphaere im office.

 

So meine Mittagspause ist jetzt ganz offiziell vorbei.

 

P.S.Ich entschuldige mich fuer die komische Schreibweise einiger Woerter, aber ich hab auf meiner Tastatur keine Umlaute.

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